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Unsere Schule - Geschichte  

Die Geschichte der EFS Nonnenweier

 
Die Fachschule für Sozialpädagogik in Nonnenweier wurde von Regine Jolberg (geb. Zimmern) gegründet. Regine Jolberg wurde am 30.Juni 1800 als Tochter eines jüdischen Ehepaares als drittes von zehn Kindern in Frankfurt geboren. Nach dem frühen Tod ihres ersten Mannes ging sie eine zweite Ehe mit Salomon Jolberg ein. Mit ihm konvertierte sie im September 1826 zum christlichen Glauben. Im Alter von 29 Jahren wurde sie zum zweiten Mal Witwe. 1840 siedelte Regine Jolberg nach Leutesheim bei Kehl über. Dort unterstützte sie Pfarrer Rein in der christlich-sozialen Fürsorge für die Jugend. Diese Arbeit führte sie später eigenständig weiter.   Regine Jolberg, eine der ersten Frauen, die ein öffentliches Amt in Baden begleitet hat.Regine Jolberg  
       

Ende des Jahres 1844 wurde die erste Ausbildungsstätte als "Mutterhaus für Kinderpflege" gegründet. Den Unterricht erteilte Regine Jolberg überwiegend selbst. Zwei Jahre später erhielt diese Schule die Staatsgenehmigung. 1851 zieht Regine Jolberg mit ihren Schwestern nach Nonnenweier in das ehemalige Schlösschen des Freiherrn Böcklin von Böcklingsau. Bereits 1852 wurden 75 Kinderpflege/Kleinkinderschulen von Diakonissen aus Nonnenweier geleitet. 70 dieser Schulen befanden sich in Baden, eine in Württemberg, zwei in Rheinbaiern und zwei in der Schweiz. Das Motto dieser Schulen war: "Kleinkinder mehr familienmäßig als schulmäßig zu betreuen. Den Kindern sollen aber dennoch vielseitige Lernerfahrungen geboten werden."

Regine Jolberg war eine Zeitgenössin von Friedrich Fröbel († 1852). Sie lernte ihn nicht mehr persönlich kennen, wohl aber seine Nachfolgerin Berta von Marenholtz-Bülow. Fröbels Spielgabe war Regine Jolberg bekannt. Sie setzte sie auch ein. Fröbels Pädagogik lehnte sie ab, da sie die "christlichen Prinzipien" darin vermisste.

 

Regine Jolberg, Gründerin der ersten Schule für Erzieherinnen im südwestdeutschen Raum

Friedrich Fröbel
Friedrich Fröbel,
Zeitgenosse von Regine Jolberg

 
       
1870 verstarb Regine Jolberg im Alter von 70 Jahren. Ihr Werk wurde fortgesetzt.   Regine Jolberg, Heimgang  
       
Nach 77jährigem Bestehen wird dem Mutterhaus der Name "Evangelisches Diakonissenhaus Nonnenweier, Mutterhaus für Kinderpflege und Gemeindediakonie" verliehen. Ende des zweiten Weltkrieges von 1941-45 wurde die Ausbildung von Kinderschwestern ausgesetzt, da viele Kindergärten zwangsweise an die NSV (Nationalsozialistische Volkspartei) abgetreten werden mußten. Im Herbst 1945 wurde die Ausbildung wieder aufgenommen. 1970 wurde das Kindergärtnerinnenseminar in "Fachschule für Sozialpädagogik" umbenannt und die Ausbildungsdauer auf 3 Jahre mit Kolloquium verlängert.   Einschnitte in der Geschichte des Evangelischen Diakonissenhauses Nonnenweier  
       
Ab 1973 hatten auch Männer die Möglichkeit, an der Fachschule aufgenommen zu werden. Die ersten männlichen Schüler begannen im August 1977 die Ausbildung zum "Erzieher" an der "Fachschule für Sozialpädagogik (FSP) in Nonnenweier".   Männer an der Schule  
       
1992 wurde das "Wirtschaftshaus", die ehemalige Wäscherei des Diakonissenhauses, zum Schulhaus der FSP Nonnenweier umgebaut. Die Einweihung dieses Hauses war am 28.8.1992.   Umbau und Veränderung an der FSP  
       
Am 31.12.1999 wurde die Trägerschaft vom Diakonissenhaus an die "Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik gGmbH" (gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung) abgegeben, welche die Schule heute als neuer Träger weiterführt. Zu dieser gGmbH gehören außerdem die Evangelische Fachschule Bethlehem in Karlsruhe und die Evangelische Fachschule Freiburg in der Mercystraße. Seit dem 1.1.2000 geht der Schulbetrieb unter der neuen Trägerschaft weiter.   Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik gGmbH